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Schweiz: Bürger- und Gemeindedaten im Darknet veröffentlicht

Schweiz: Bürger- und Gemeindedaten im Darknet veröffentlicht

 

Die rund 6000 Einwohner des Schweizer Städtchens Rolle im Kanton Waadt sind einem folgenschweren Hackerangriff zum Opfer gefallen. Zig Daten von Bügerinnen und Bürgern der Stadt Rolle im Kanton Waadt wurden von Kriminellen im Darknet hochgeladen.

 

Was war geschehen?

 

Bereits im Mai 2021 wurde die Gemeindeverwaltung des kleinen Ortes Rolle im Kanton Waadt Opfer einer Cyberattacke. Der Angriff führte dazu, dass die Daten aller Einwohner mitsamt weiteren Dokumenten seit Mitte Juni recht simpel und offen über das Darknet zu finden waren.
Mehrere Medienorgane überprüften den Fall des Cyberangriffs auf die Stadt Rolle und fanden nicht nur ausführliche persönliche Daten der Einwohner sowie von Gemeindeangestellten und auch Unternehmen, sondern auch die Outlook-Postfächer des ehemaligen Stadtpräsidenten und zudem auch des Verwaltungschefs. Ebenfalls hat man im Darknet Dokumente zur Finanzplanung der Gemeinde finden können.

 

Außerdem fanden weitere Informationen durch den Cyberangriff einen Weg ins Netz: Zeugnisse, die die Schulnoten von Schülerinnen und Schülern implizieren, sowie Informationen von Kindern, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurden ebenfalls von den Kriminellen im Darknet veröffentlicht.

Watson mutmaßt, dass die kriminellen Hacker, die hinter dem Cyberangriff stecken, über einen längeren Zeitraum hinweg auf einen Server der Gemeinde zugreifen und unbemerkt große Datenmengen extrahieren konnten.

 

Wie reagierte die Stadtverwaltung?

 

Zuerst behauptete die Stadtverwaltung der kleinen Stadt Rolle gegenüber Watson, dass ihnen keine Kenntnisse von einem Cyberangriff vorliegen. Als die Gemeindeverwaltung zunächst zu keiner Stellungnahme bereit war, wurden sie mit Dokumenten aus dem Darknet konfrontiert. Anschließend gab die Gemeindepräsidentin, Monique Choulat-Pugnale, letztendlich gegenüber der Waadtländer Tageszeitung 24 heures zu, dass Ende Mai ein Einbruch in ihre IT-Systeme festgestellt wurde. Hierbei seien Cyberkriminelle per Ransomware-Attacke ins Computernetzwerk der Gemeinde eingedrungen.
In einer späteren Pressemitteilung teilte die Gemeinde zudem mit, dass die betroffenen Daten lückenlos aus aktuellen Backups wiederhergestellt werden konnten.

 

„Eine gewisse Naivität“ wurde zugegeben
Die Gemeindeverwaltung der kleinen Stadt Rolle, die in dem Fall des Cyberangriffs Strafanzeige erstattet hat, räumte kürzlich ein, dass sie die Schwere des Angriffs sowie die potenzielle Verwendung der Daten unterschätzt zu haben. Demütig gebe sie zu, dass naiv gehandelt wurde und der Umfang der drastischen Folgen, wenn solche sensiblen Daten an die Öffentlichkeit geraten, falsch eingeschätzt wurde.

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